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Bumble BFF Alternative: Freunde finden ohne Swipen, ein Mensch nach dem anderen

· 7 Min. Lesezeit

Ein Mann sitzt abends am Wasser und schaut auf sein Smartphone, im Hintergrund eine beleuchtete Brücke und Stadtlichter
Foto: Luxogrigo, CC BY 4.0

Bumble For Friends hat Reichweite, Gruppen und schnellen, unverbindlichen Kontakt. Wer aber keine Lust mehr auf oberflächliche Matches hat, sucht meist etwas anderes: ein echtes Gespräch mit einem Menschen, der die eigenen Werte teilt.

Bumble For Friends, vielen noch unter dem Namen Bumble BFF bekannt, ist für die meisten der erste Berührungspunkt mit der Idee, Freundschaften über eine App zu schließen. Und das aus gutem Grund: Kaum ein Name in diesem Bereich ist bekannter, kaum eine Plattform hat mehr Reichweite. Trotzdem suchen immer wieder Menschen nach einer "Bumble BFF Alternative". Meist nicht, weil die App schlecht wäre, sondern weil das Swipe-Format nicht zu jedem Menschen und nicht zu jedem Ziel passt.

Bevor wir einsteigen, volle Transparenz: Dieser Text erscheint im Blog von ValuePair, und ValuePair ist unsere eigene Freundschafts-App. Wir schreiben hier also nicht als neutrale Testredaktion, sondern als kleines Team, das selbst eine Alternative gebaut hat. Genau deshalb wollen wir den Vergleich fair halten: Bumble For Friends kann Dinge, die wir nicht können, und umgekehrt. Am Ende geht es nicht darum, welche App "gewinnt", sondern welcher Ansatz zu dir passt.

Was Bumble For Friends ist und was es gut kann

Bumble For Friends ist das Freundschafts-Angebot von Bumble: eine kostenlos nutzbare App mit optionalen Bezahlfunktionen, in der dir Profile auf Basis gemeinsamer Interessen vorgeschlagen werden. Du wischst nach rechts, wenn dich jemand interessiert, und sobald beide Seiten das tun, entsteht ein Match und ihr könnt chatten.

Gestartet ist das Ganze als Modus innerhalb der Dating-App Bumble. Seit 2023 gibt es eine eigenständige App, auch in Deutschland, die sich komplett auf platonische Freundschaften konzentriert. Anders als beim Dating-Produkt darf hier übrigens jede Person den ersten Schritt machen. Zuletzt hat Bumble sein Freundschafts-Angebot umgebaut, bislang allerdings nur in den USA: Dort wurde aus Bumble For Friends und dem alten BFF-Modus eine stärker auf Community ausgerichtete App namens BFF, mit Gruppen-Chats, gemeinsamer Terminplanung und lokalen Gruppen. In Deutschland und den meisten anderen Ländern nutzt du weiterhin Bumble For Friends beziehungsweise den BFF-Modus; ob und wann die neue Gruppen-Erfahrung hier startet, ist offen.

Ehrlich betrachtet macht die App einiges richtig gut:

  • Reichweite. Bumble ist eine der größten Marken in diesem Feld. Gerade in Großstädten triffst du dort auf viele aktive Profile, und eine große Community ist bei einer Freundschafts-App ein echter Wert.
  • Schneller, unverbindlicher Kontakt. Vom Anlegen des Profils bis zum ersten Match vergeht oft nicht viel Zeit. Wer einfach mal schauen will, wer in der eigenen Stadt offen für neue Kontakte ist, bekommt hier eine sehr niedrige Einstiegshürde.
  • Gruppen und Treffen. Mit dem Gruppen-Fokus geht das neue BFF in die Richtung, die Plattformen wie Meetup seit Jahren verfolgen: Menschen über gemeinsame Aktivitäten zusammenbringen, nicht nur über Einzel-Chats. In Deutschland ist diese neue Erfahrung noch nicht angekommen, sie zeigt aber, wohin Bumble das Produkt entwickelt.

Wofür das Swipe-Format gemacht ist

Swipen optimiert auf schnelle Entscheidungen bei großer Auswahl: Viele Profile in kurzer Zeit sortieren, meist anhand von Fotos und ein paar Zeilen Text. Das ist keine Schwäche einer bestimmten App, sondern die Logik des Formats selbst, und sie bringt vorhersehbare Nebenwirkungen mit.

Erstens entscheidet der erste Eindruck. Ein Foto und eine kurze Bio können sympathisch wirken, aber sie sagen wenig darüber, ob ihr ähnlich über Verlässlichkeit denkt, wie ihr mit Konflikten umgeht oder was Freundschaft für euch überhaupt bedeutet. Genau diese Dinge tragen eine Freundschaft aber langfristig.

Zweitens laufen Chats parallel. Wenn mehrere Matches gleichzeitig offen sind, verteilt sich die Aufmerksamkeit, und einzelne Gespräche bleiben leichter liegen. Viele kennen das Muster: fünf Matches, drei angefangene Chats, am Ende versandet alles.

Drittens liegt die Gesprächslast komplett bei euch. Nach dem Match steht ein leeres Chatfenster, und irgendjemand muss mit "Hey, wie war dein Wochenende?" anfangen. Manche Menschen lieben genau das. Für andere ist dieser Smalltalk-Einstieg der Punkt, an dem sie aussteigen, nicht aus Desinteresse, sondern weil er sich nach Arbeit anfühlt und selten in die Tiefe führt.

Für wen eine Alternative sinnvoll ist

Eine Alternative lohnt sich für alle, die mit dem Swipe-Format schon ehrlich versucht haben, Freundschaften zu schließen, und immer wieder am selben Punkt gelandet sind: viele Matches, wenig echte Gespräche. Wer sich in einem dieser Sätze wiedererkennt, sucht wahrscheinlich nicht die nächste Swipe-App, sondern einen anderen Ansatz:

  • "Ich habe keine Lust mehr auf oberflächliche Matches."
  • "Ich will nicht fünf halbe Chats, sondern ein Gespräch, das wirklich etwas erzählt."
  • "Wie bekomme ich endlich einen Freundeskreis, der zu mir passt, nicht nur Bekanntschaften?"
  • "Mir ist wichtiger, wie jemand denkt, als wie jemand aussieht."

Oft steckt eine konkrete Lebenssituation dahinter: der Umzug in eine neue Stadt, der Berufseinstieg, ein Freundeskreis, der sich nach dem Studium über das halbe Land verstreut hat. In diesen Phasen fehlt selten der Wille, neue Menschen kennenzulernen. Es fehlt ein Ort, an dem aus einem Kontakt mehr werden kann als ein netter, kurzer Chat.

ValuePair: unsere Antwort auf genau dieses Muster

ValuePair ist eine kostenlose Freundschafts-App ohne Swipen: Du bekommst einen Menschen vorgestellt, der zu deinen Werten passt, ihr beantwortet dieselben 14 Fragen, und jede Antwort wird erst aufgedeckt, wenn ihr beide geantwortet habt. Kein Feed, kein Durchblättern von Profilen, keine parallele Auswahl.

Das ist keine zufällige Design-Entscheidung, sondern die bewusste Umkehrung der drei Format-Effekte von oben:

  • Ein Match nach dem anderen statt vieler Matches. Endlose Auswahl erzeugt endlosen Oberflächenkontakt. Eine einzelne Vorstellung gibt zwei Menschen eine echte Chance herauszufinden, ob da etwas ist.
  • Werte statt erster Eindruck. Deine Antworten aus dem Onboarding ergeben ein Werteporträt mit fünf Dimensionen, etwa soziale Energie, Direktheit und Weltbild. Jede Dimension wird danach gewichtet, wie wichtig dir das Thema ist, und das Matching sucht einen Menschen, der dort zu dir passt, wo es dir wirklich wichtig ist. Eure Antworten müssen dabei nie identisch sein: Einige der besten Gespräche beginnen genau dort, wo ihr euch unterscheidet.
  • Struktur statt leerem Chatfenster. Jedes neue Match beginnt mit denselben 14 Fragen in drei Stufen, von leichten Aufwärmfragen bis zu den Fragen, denen Menschen sonst ausweichen. Du antwortest in deinem eigenen Tempo, und niemand muss Smalltalk tragen. Wie diese Antworten-dann-Aufdecken-Mechanik im Detail funktioniert, erklären wir im Artikel über die Freundschafts-App ohne Swipen.
  • Fotos werden verdient, nicht durchgeblättert. Während des Gesprächs sieht dein Match nur eine unscharfe Version deines Fotos. Das klare Bild wird erst nach allen 14 Fragen freigegeben, und nur, wenn ihr beide zustimmt. Dein Aussehen entscheidet also nicht über das Match.

Und weil wir oben Transparenz versprochen haben, gehört auch das hierher: ValuePair ist eine kostenlose Beta ohne Werbung und ohne Bezahlfunktionen, betrieben von einem kleinen Team. Unsere Community ist noch jung und wächst Woche für Woche. Wer sich anmeldet, bekommt keine Millionen-Nutzerbasis, sondern eine sorgfältige Vorstellung nach der anderen, und manchmal bedeutet das auch: kurz warten, bis jemand wirklich Passendes dabei ist. Wenn du das ausprobieren willst, kannst du dich kostenlos anmelden; die häufigsten Fragen zum Matching beantworten wir im FAQ.

Wann Bumble For Friends die bessere Wahl ist

Es gibt Situationen, in denen wir dir ehrlicherweise eher zu Bumble For Friends raten würden. Wenn du in kurzer Zeit möglichst viele neue Kontakte knüpfen willst, etwa direkt nach einem Umzug erst einmal "alle kennenlernen" möchtest, spielt die große, etablierte Nutzerbasis ihre Stärke aus. Wenn du dich in Gruppen wohler fühlst als im Eins-zu-eins-Gespräch, sind Aktivitäten-Plattformen wie Meetup der direktere Weg (Bumbles neue Gruppen-App BFF gibt es bislang nur in den USA). Und wenn du Small Talk nicht als Last, sondern als Sport empfindest, nimmt dir eine strukturierte Fragerunde vielleicht sogar etwas weg, das dir Spaß macht. Beide Ansätze schließen sich übrigens nicht aus: Viele nutzen eine Plattform für Breite und eine für Tiefe.

Welcher Ansatz passt zu dir?

Die kurze Version: Bumble For Friends ist stark, wenn du viele Kontakte, Gruppen und schnelle Verabredungen suchst. ValuePair ist unsere Antwort für den Moment danach, wenn du merkst, dass dir nicht Kontakte fehlen, sondern Verbindung.

  • Du willst viele Optionen, Gruppen-Events und eine große Community: Bumble For Friends.
  • Du willst einen Menschen, der deine Werte teilt, und ein Gespräch, das von der ersten Frage an Substanz hat: ValuePair.
  • Du bist unsicher: Probiere beides. Die Formate sind so unterschiedlich, dass du nach einer Woche weißt, welches sich für dich richtig anfühlt.

Freundschaften entstehen im Erwachsenenalter selten von selbst. Welche App dir dabei hilft, ist am Ende zweitrangig. Wichtig ist, dass das Format zu dir passt: zu deiner Energie, deinem Tempo und dem, was du unter einer echten Freundschaft verstehst.