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Freunde finden per App, ohne über die erste Nachricht zu grübeln

Von ValuePair · · 6 Min. Lesezeit

Zwei weiße Tassen mit schwarzem Kaffee stehen nebeneinander auf einem dunklen Holztisch
Foto: chichacha, CC BY 2.0

ValuePair stellt dir jemanden vor und gibt euch 14 Fragen an die Hand. So müsst ihr euch keinen Gesprächseinstieg ausdenken.

Bei vielen Freundschafts-Apps ist das Match erst die halbe Miete. Danach sitzt eine Person vor dem leeren Nachrichtenfeld und überlegt, was sie schreiben soll. Bei ValuePair müsst ihr euch die erste Nachricht nicht selbst ausdenken. Wir finden ein passendes Match und führen euch durch 14 Fragen. Ihr beantwortet jede Frage zunächst für euch und seht die andere Antwort erst, wenn ihr beide fertig seid. So habt ihr sofort etwas, worüber ihr sprechen könnt.

Diese Seite erklärt Schritt für Schritt, wie das funktioniert: das Werteporträt, das Matching, die 14 Fragen, die Foto-Freigabe und die Entscheidung am Ende. Wenn dich eher interessiert, warum neue Freundschaften im Erwachsenenalter überhaupt so selten von selbst entstehen, findest du mehr dazu in unserem Artikel übers Freunde finden als Erwachsener.

Ohne Swipen ist noch kein Gespräch entstanden

Nur auf die Wischbewegung zu verzichten, reicht nicht. Auch eine Freundschafts-App ohne Swipe-Feed kann dich nach dem Match mit der ersten Nachricht alleinlassen. Für den Einstieg ist wichtiger, ob ihr sofort einen gemeinsamen Anknüpfungspunkt habt und beide gleich viel Raum bekommen.

Bei ValuePair gibt es deshalb weder einen Feed noch eine Auswahl nach Fotos. Stattdessen stellen wir dir eine Person vor, die zu dem passt, was dir wichtig ist. Ob daraus eine Freundschaft wird, könnt nur ihr herausfinden. Die 14 Fragen geben euch dafür einen gemeinsamen Anfang.

Ein Match nach dem anderen

Bei ValuePair bekommst du immer nur ein Match. Du musst dich also weder durch Profile arbeiten noch mehrere halb angefangene Chats gleichzeitig im Blick behalten. Für die Zeit der 14 Fragen konzentriert ihr euch ganz aufeinander.

Sobald du dich für ein Match freigibst, sucht ValuePair im Hintergrund nach einer passenden Person. Erfüllt gerade niemand deine Filter und passt gut genug zu dir, bekommst du lieber noch kein Match als ein beliebiges. Wer vor Kurzem aktiv war, wird bevorzugt. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du bei jemandem landest, der die App längst nicht mehr nutzt.

Was beim Matching zählt

Zu Beginn beantwortest du Fragen zu fünf Bereichen, darunter soziale Energie, Direktheit und Weltbild. Außerdem gibst du an, wie wichtig dir jedes Thema ist. Eine Abweichung bei etwas Nebensächlichem zählt deshalb weniger als bei einem Punkt, der dir besonders wichtig ist.

Deine einzelnen Antworten bleiben privat. Für das Matching werden daraus Werte berechnet. Dein Match sieht später nur den Kompatibilitätswert und eure fünf Bereiche im Vergleich. Es geht nicht darum, überall dieselbe Option anzuklicken. Kleine Unterschiede können gut zusammenpassen und liefern oft interessanten Gesprächsstoff.

Vom lockeren Einstieg zu persönlicheren Themen

Sobald ihr gematcht seid, bekommt ihr beide dieselben 14 Fragen in drei Stufen. Die ersten sind bewusst leicht. Später geht es um Themen, über die man mit neuen Bekannten selten sofort spricht. Weil ihr beide antwortet, fühlt sich das Gespräch nicht wie ein Interview an.

Die Reihenfolge wird Schritt für Schritt persönlicher und orientiert sich an veröffentlichten Studien darüber, wie Menschen einander näherkommen. Bei jeder Antwort kannst du eine kurze Notiz ergänzen und erklären, warum du dich so entschieden hast. Damit liefert schon die erste Frage einen Anknüpfungspunkt fürs Gespräch.

Erst antworten, dann die andere Antwort sehen

Jede Antwort bleibt so lange verborgen, bis ihr beide dieselbe Frage beantwortet habt. Du kannst also nicht sehen, was dein Match geschrieben hat, bevor du deine eigene Antwort abgeschickt hast. Umgekehrt gilt dasselbe.

So schreibt niemand nur das, was gut zur anderen Antwort passt. Danach seht ihr, wo ihr ähnlich denkt und wo nicht. Beides gibt euch etwas, an das ihr im weiteren Gespräch anknüpfen könnt. Eure Fotos bleiben während dieser Zeit privat.

Fotos erst nach dem Gespräch

Während der 14 Fragen ist das Foto deines Matches nur unscharf zu sehen. Erst wenn ihr alle 14 Fragen beantwortet habt und beide eure Fotos freigebt, werden sie klar angezeigt.

So entscheidet kein Foto darüber, ob es überhaupt zu einem ersten Gespräch kommt. Ihr lernt euch zunächst über eure Antworten kennen. Wenn ihr euch anschließend verbindet, bleiben die Fotos sichtbar.

Nach Frage 14 entscheidet ihr beide

Danach entscheidet ihr getrennt voneinander, ob ihr weitermachen möchtet. Nur wenn ihr beide zustimmt, entsteht eine dauerhafte Verbindung und der freie Chat wird geöffnet.

Möchte eine Person nicht weitermachen, endet das Match ohne direkte Absage. Ihr kehrt beide automatisch in den Matching-Pool zurück und werdet einander nicht noch einmal vorgestellt. So bleibt kein abgebrochener Kontakt als stummer Chat in der Liste stehen.

Ihr müsst nicht gleichzeitig online sein

Du beantwortest die Fragen dann, wenn es für dich passt. Du kannst auch schon mit der nächsten Frage weitermachen, während dein Match noch antwortet. Nur die jeweils andere Antwort bleibt verborgen, bis ihr beide die betreffende Frage abgeschlossen habt.

Im Profil gebt ihr an, wie oft ihr gewöhnlich vorbeischaut, zum Beispiel täglich oder wöchentlich. Dieses Tempo siehst du auch bei deinem Match. Wenn dein Match länger nicht weitermacht, kannst du einmal eine Erinnerung senden. Bleibt der Chat danach weiter still, wird das Match nach einer Vorwarnung automatisch beendet. Den genauen Zeitpunkt siehst du direkt im Chat. Du kannst ein Match außerdem jederzeit selbst beenden.

Was wirklich ausschließt und was nur mitbewertet wird

Manche Einstellungen sind feste Grenzen. Andere fließen lediglich in die Berechnung ein und verändern den Kompatibilitätswert.

Zu den festen Grenzen gehören deine Altersspanne, die maximale Entfernung, deine Beziehungsabsicht und blockierte Länder. Auch blockierte Personen oder frühere Matches werden ausgeschlossen. Bei bestimmten Profilfragen, etwa zu Zukunftsplänen oder zum Lebensstil, kannst du außerdem eine Antwort zur Voraussetzung machen oder große Unterschiede ausschließen. Alle übrigen Angaben werden danach gewichtet, wie wichtig sie dir sind.

Was mit deinen Daten passiert

Du kannst deine Daten jederzeit als Datei exportieren oder dein Konto endgültig löschen. Bei der Löschung werden auch die gespeicherten Fotos entfernt und nicht nur ausgeblendet. Einige wenige anonymisierte Einträge dürfen aus Sicherheitsgründen oder wegen rechtlicher Pflichten erhalten bleiben, etwa im Zusammenhang mit Missbrauchsmeldungen. Die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Hochgeladene Fotos werden neu kodiert, von versteckten Metadaten wie GPS-Koordinaten befreit und privat gespeichert. ValuePair zeigt keine Werbung und verkauft deine Daten nicht. Die Beta ist derzeit kostenlos und enthält weder Käufe noch Abonnements. Weitere Antworten zum Matching, zur Foto-Freigabe und zum Datenschutz findest du in der FAQ.

Wann eine andere App besser passt

Wenn du viele Profile ansehen, mehrere Kontakte gleichzeitig führen oder noch heute an einem Gruppentreffen teilnehmen möchtest, passt ein anderes Angebot wahrscheinlich besser. Für Stammtische, Wanderungen und spontane Verabredungen sind Gruppen-Apps und lokale Veranstaltungsseiten die naheliegendere Wahl.

Das bewusst ruhige Tempo von ValuePair passt nicht zu allen. Es richtet sich an Menschen, die lieber eine Person näher kennenlernen, als viele neue Chats nebeneinander zu beginnen.

So legst du los

Zuerst beantwortest du die Fragen zu deinen Werten. Danach entscheidest du selbst, wann du für ein Match bereit bist. Sobald ValuePair ein Match für dich findet, beginnt euer Kennenlernen mit den 14 Fragen. Einen ersten Eindruck vom Ablauf bekommst du auf der Startseite.